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Public
Private Partnership (PPP) bezeichnet das partnerschaftliche Zusammenwirken
von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft mit dem Ziel einer
besseren wirtschaftlichen Erfüllung öffentlicher Aufgaben.
Die Diskussion um einen einheitlichen PPP-Begriff ist noch nicht
abgeschlossen. Bisher wird die Bezeichnung PPP für die unterschiedlichsten
Formen öffentlich-privater Kooperationen verwendet, die im
Spannungsfelder zwischen rein hoheitlicher Realisierung der Aufgaben
und der vollständigen Privatisierung liegen. Zu den Anwendungsfeldern
gehören die Infrastrukturentwicklung, der öffentliche
Nahverkehr, Städtebau und Standortentwicklung, Wirtschaftsförderung,
Förderung der Wissenschaften, IT-Projekte, Sicherheitspartnerschaften
oder Immobilienprojekte.
Im Rahmen der Studie „PPP im öffentlichen Hochbau“
wurde PPP folgendermaßen definiert:
„PPP lässt sich abstrakt beschreiben als langfristige,
vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher
Hand und Privatwirtschaft zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben,
bei der die erforderlichen Ressourcen (z.B. Know-how, Betriebsmittel,
Kapital, Personal) in einen gemeinsamen Organisationszusammenhang
eingestellt und vorhandene Projektrisiken entsprechend der Risikomanagementkompetenz
der Projektpartner angemessen verteilt werden.“
Dementsprechend sind die Aufgabenteilung einerseits, die Risikoteilung
andererseits die zentralen Merkmale von PPP. Im öffentlichen
Hochbau haben sich verschiedene Realisierungsformen herausgebildet,
die sich danach unterscheiden, inwieweit Aufgaben und Risiken an
die privaten Partner übertragen werden. Dabei stand in Deutschland
zunächst vor allem die Suche nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten
im Mittelpunkt. Zunehmend wurden weitere Aufgaben in die vergebenen
Leistungspakete einbezogen.
Erfahrungen mit PPP in anderen Ländern und Erkenntnisse aus
Immobilienprojekten privater Investoren sprechen dafür, dass
durch die umfassende Übertragung von Leistungen an private
Partner zusätzliche Effizienzvorteile erschlossen werden können.
Insbesondere die Vergabe von Planungsleistungen und Leistungen aus
der Betriebsphase und die damit verbundene Lebenszyklusbetrachtung
stellen für die Privaten ein Anreizsystem dar, die Gesamtkosten
der Immobilie zu optimieren. Wenn sich ein Projekt nach entsprechender
Prüfung für diesen umfassenden Ansatz eignet, der häufig
auch als „vollständiges PPP“ bezeichnet wird, können
die anvisierten Vorteile vor allem durch eine konsequente Umsetzung
dieses Lebenszyklusansatzes erreicht werden. Dazu sind entsprechende
Anreize für wirtschaftliches Handeln zu setzen und dem Anbieter
ausreichende Gestaltungsspielräume einzuräumen. Damit
verbunden ist eine stärkere Entlastung der öffentlichen
Hand.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass PPP-Modelle in
zunehmendem Maße nicht mehr nur als Finanzierungsalternative,
sondern als neue Möglichkeit einer wirtschaftlichen Realisierung
begriffen werden, bei denen mehr und mehr die wirtschaftliche Nutzung
vorhandener Spielräume im Mittelpunkt der Überlegungen
und Entscheidungen für PPP steht.
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