|
Einer
der häufig hervorgebrachten Kritikpunkte an PPP ist, dass diese
Art der Vergabe im Gegensatz zur Einzelgewerksvergabe prinzipiell
zu Lasten des Mittelstandes gehen würde.
Unsere Erfahrungen widersprechen dem. Bei 44 der 46 von uns betreuten
und im Rahmen der Studie „PPP im öffentlichen Hochbau“
analysierten PPP-Projekte wurden Generalunternehmer mit der Ausführung
der Bauleistungen beauftragt. In 15 Fällen waren dies Großunternehmen,
in den restlichen 29 Fällen erfolgte die Vergabe an Mittelständler,
die bei 8 Projekten Arbeitsgemeinschaften bildeten. Aber auch wenn
als Generalunternehmer ein Baukonzern agiert, werden ein Grossteil
der Bauleistungen durch mittelständische Subunternehmen erbracht.
Gleichzeitig ergab die schriftliche Befragung der Projektverantwortlichen
der öffentlichen Hand keine Anhaltspunkte für Preis- oder
Lohndumping.
Ob sich der Mittelstand erfolgreich einbeziehen lässt, hängt
von den in der Ausschreibung vorgegebenen Rahmenbedingungen und
den konkreten Vertragsgestaltungen ab. Dabei müssen auch die
Konsequenzen der angestrebten Risikoübertragungen berücksichtig
werden. Insgesamt lassen sich Ausschreibungen so gestalten, dass
regionale und mittelständische Unternehmen selbst erfolgreich
anbieten können oder als Subunternehmen berücksichtig
werden.
nach oben
|
|

|